Veranstaltungen

Freundschaftliche Kontakte unter den verschiedenen Berufsgruppen zu pflegen, das Gespräch über aktuelle juristische Themen sowie der gemeinsame Blick über den juristischen Tellerrand und den aktuellen Tagesbedarf hinaus bestimmen das Wesen unserer Gesellschaft.

Eine regelmäßige, anspruchsvolle Vortragsreihe, zu der wir hochrangige Persönlichkeiten unterschiedlichster beruflicher und räumlicher Provenienz einladen, bildet den Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Zudem treffen wir uns jährlich zu einem gemeinsamen Abendessen - dem Jahresessen.

Darüber hinaus veranstaltet die Gesellschaft Hamburger Juristen in unregelmäßigen Abständen Fortbildungsseminare, den Besuch kultureller Veranstaltungen und Betriebsbesichtigungen.

Der europäische Gerichtsverbund als dynamischer Menschenrechtsverbund

Der Schutz der Menschenrechte obliegt heute nicht mehr allein den nationalen Verfassungsgerichten, sondern auch dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem Europäischen Gerichtshof. Das Bundesverfassungsgericht steht daher in einem ständigen Dialog mit den anderen Verfassungsgerichten. Aber wie sieht dieser Dialog aus? Wieviel Gleichklang oder Pluralität soll es geben?

Die Gesellschaft Hamburger Juristen e.V. freut sich, dass der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Voßkuhle im Rahmen einer Vortragsveranstaltung zum Thema "Der europäische Gerichtsverbund als dynamischer Menschenrechtsverbund" auf diese Fragen eingehen wird.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 27. September 2018, um 18 Uhr im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts statt.

Sonderführung durch das Rathaus

Die GHJ lädt zur nächsten Veranstaltung am Dienstag, den 21. August 2018, ein: Wir freuen uns, Ihnen eine Sonderführung durch das Hamburger Rathaus anbieten zu können.

Das Rathaus gehört zu den beeindruckenden Gebäuden der Stadt. Mit 673 Räumen hat es sechs mehr als der Buckingham Palace. Das Fundament steht auf 3800 Pfählen. Die Führung bietet uns ein Blick hinter die Kulissen des Rathauses. Wir werden nicht nur Anekdoten, sondern Details zu Bau, Geschichte und Nutzung des Gebäudes hören.

Treffpunkt ist der Innenraum im Rathaus um 18:00 Uhr. Die Kosten betragen - je nach Anzahl der Teilnehmer - € 10,- oder € 7,-. Der Eintritt ist vor Ort zu zahlen.

Wir würden uns freuen, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu können! Bitte melden Sie sich und eine etwaige Begleitung bei Frau Guenther-Barnett per Mail (anmeldung@gesellschaft-hamburger-juristen.de) oder telefonisch (+49-40-376300) bis zum 7. August 2018 an.

Ein Blick hinter die Kulissen des EGMR

Er hat die "absolute Person der Zeitgeschichte" auf dem Gewissen, die Sicherungsverwahrung revolutioniert, biologischen Vätern mehr Rechte gegeben und dafür gesorgt, dass auch in Deutschland Menschen sich gegen die überlange Dauer von Gerichtsverfahren wehren können; er ist derzeit für eine Vielzahl inhaftierter türkischer Richterinnen und Richter, Angehörige der Presse und der Wissenschaft die letzte Hoffnung; er ist für mehr als 800 Millionen Menschen zuständig und fällt jedes Jahr rund 1.000 Urteile. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist das Verfassungsgericht Europas und überwacht seit über 50 Jahren die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte in 47 Mitgliedsstaaten.

Aber wer ist dieser Gerichtshof mit Sitz in Straßburg? Wie arbeitet er, wer arbeitet dort und wie bewältigt er die Beschwerdeflut? Was bewirken seine Entscheidungen im deutschen Rechtssystem? Wir freuen uns sehr, dass zu dem Thema "Ein Blick hinter die Kulissen des EGMR - Wie arbeitet der EGMR und was bedeuten seine Urteile für Deutschland?" am Mittwoch, den 30. Mai 2018, um 18:00 Uhr im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichtes Hamburg, Frau Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Christiane Schmaltz LL.M. (Univ. of Virg.) referieren wird.

Frau Dr. Schmaltz war von 2009 bis 2011 als Rechtsreferentin in der Kanzlei des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg tätig. Im Jahr 2011 wurde sie von der Bundesrepublik Deutschland als ad-hoc-Richterin am EGMR benannt. Seit Anfang des Jahres ist sie Mitglied des I. Zivilsenates des Bundesgerichtshofs.

Natürlich besteht Gelegenheit zu Fragen und eigenen Beiträgen im Rahmen der Diskussion, die anschließend bei einem lockeren Zusammensein fortgeführt werden kann.