Veranstaltungen

Freundschaftliche Kontakte unter den verschiedenen Berufsgruppen zu pflegen, das Gespräch über aktuelle juristische Themen sowie der gemeinsame Blick über den juristischen Tellerrand und den aktuellen Tagesbedarf hinaus bestimmen das Wesen unserer Gesellschaft.

Eine regelmäßige, anspruchsvolle Vortragsreihe, zu der wir hochrangige Persönlichkeiten unterschiedlichster beruflicher und räumlicher Provenienz einladen, bildet den Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Zudem treffen wir uns jährlich zu einem gemeinsamen Abendessen - dem Jahresessen.

Darüber hinaus veranstaltet die Gesellschaft Hamburger Juristen in unregelmäßigen Abständen Fortbildungsseminare, den Besuch kultureller Veranstaltungen und Betriebsbesichtigungen.

Jahresessen 2026

Am Mittwoch, den 16. September 2026, findet ab 18:30 Uhr das Jahresessen der Gesellschaft Hamburger Juristen statt. Wir sind im Restaurant Literaturhauscafé an der Außenalster zu Gast und haben dort die Beletage exklusiv für uns.

Die diesjährige Tischrede wird von Robert Eberhardt, dem Inhaber der traditionsreichen Buchhandlung Felix Jud gehalten. Wir freuen uns, dass Herr Eberhardt zum Thema "Felix Jud – eine legendäre Buchhandlung. Historie, Gegenwart und Zukunft." spricht.

Der Preis für ein trockenes Gedeck liegt bei 55,- €. Bitte melden Sie sich bis zum 28. August 2026 via Antwortkarte oder E-Mail an info@ghj-homepage.de an.

Social media Verbot für Kinder und Jugendliche

Dass die exzessive Nutzung von social media einen negativen Einfluss haben kann, dürfte inzwischen unstreitig sein. Kinder und Jugendliche erscheinen hier besonders schutzbedürftig. Politik und Gesellschaft diskutieren daher, ob ein social media Verbot für sie eingeführt werden soll, und zwar nicht nur in Bezug auf die Zeit in der Schule, sondern ein generelles Verbot. Australien hat hier eine Vorreiterstellung eingenommen. In Zusammenhang mit den Überlegungen zu einem Verbot stellen sich nicht nur Fragen der Umsetzbarkeit und Wirksamkeit, sondern auch rechtliche Probleme.

Wir freuen uns sehr, dass zu dem Thema, "Social media Verbot für Kinder und Jugendliche - Der Schlüssel zum Glück für gestresste Eltern oder der Weg in eine unzulässige
Überwachung von Kindern und Jugendlichen" Dr. Stephan Dreyer, Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut am Mittwoch, den 26. August 2026, 18:00 Uhr, im Plenarsaal des Hans. OLG Hamburg, Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg, referieren wird.

Dr. Dreyer analysiert Herausforderungen, denen sich rechtliche Steuerung angesichts neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken gegenübersieht. Er ist ein Experte für rechtliche Fragestellungen im Schnittbereich von Jugendschutz und Datenschutz.

Natürlich besteht Gelegenheit zu Fragen und eigenen Beiträgen im Rahmen der Diskussion, die anschließend bei einem Glas Wein fortgeführt werden kann.

Wenn der anwaltliche Einsatz für die Wahrung von Recht und Rechtsstaatlichkeit zum Berufsrisiko wird

Wenn Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sich für die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit und die Rechte von Bürgern einsetzen, ist das nicht immer nur willkommen. Gerade - aber nicht ausschließlich - in Staaten, die es mit der Wahrung von Rechtsstaatlichkeit nicht so ernst meinen, werden Anwälte weltweit immer wieder an ihrer freien Berufsausübung gehindert oder für die bloße Ausübung ihres Berufs verfolgt, in einigen Fällen sogar getötet.

Wir freuen uns sehr, dass zu dem Thema "Wenn der anwaltliche Einsatz für die Wahrung von Recht und Rechtsstaatlichkeit zum Berufsrisiko wird" Stefan von Raumer, Präsident des Deutschen Anwaltvereins am Donnerstag, 9. April 2026, 18:00 Uhr, im Plenarsaal des Hanseatischen OLG Hamburg referieren wird.

Stefan von Raumer veranschaulicht das Phänomen mit konkreten Beispielen und mit Zahlenmaterial aus der Arbeit des deutschen Anwaltvereins und des Dachverbands der europäischen Anwaltsorganisationen im weltweiten Einsatz für bedrohte Anwältinnen und Anwälte, an der er seit Jahren persönlich beteiligt ist. Dabei stellt er neben aktuellen Projekten zur Unterstützung verfolgter Anwälte und zum Schutz der freien anwaltlichen Berufsausübung - neuerdings auch etwa in den USA - auch die neue "Convention for the Protection of the Profession of Lawyer" des Europarats vor, die die deutsche Justizministerin für die Bundesrepublik Deutschland am 26.01.2026 unterzeichnet hat. Alleine die Schaffung dieses neuen bindenden völkerrechtlichen Instruments zeigt, dass die Staatengemeinschaft im Europarat dem Phänomen der Einschränkung der Berufsausübungsfreiheiten der Anwaltschaft und der Bedrohung von Anwältinnen und Anwälten weltweit ein hohes Gewicht beimisst.

Der Referent gibt einen Überblick über den entstehenden europäischen Rechtsrahmen sowie eine politische und rechtliche Einordnung.

Natürlich besteht Gelegenheit zu Fragen und eigenen Beiträgen im Rahmen der Diskussion, die anschließend bei einem Glas Wein fortgeführt werden kann.