Veranstaltungen

Freundschaftliche Kontakte unter den verschiedenen Berufsgruppen zu pflegen, das Gespräch über aktuelle juristische Themen sowie der gemeinsame Blick über den juristischen Tellerrand und den aktuellen Tagesbedarf hinaus bestimmen das Wesen unserer Gesellschaft.

Eine regelmäßige, anspruchsvolle Vortragsreihe, zu der wir hochrangige Persönlichkeiten unterschiedlichster beruflicher und räumlicher Provenienz einladen, bildet den Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Zudem treffen wir uns jährlich zu einem gemeinsamen Abendessen - dem Jahresessen.

Darüber hinaus veranstaltet die Gesellschaft Hamburger Juristen in unregelmäßigen Abständen Fortbildungsseminare, den Besuch kultureller Veranstaltungen und Betriebsbesichtigungen.

Direkte Demokratie in Hamburg - Aktueller Stand und Reformvorschläge

Hamburg ist ein Vorreiter der direkten Demokratie und hat in den letzten Jahren viele Erfahrungen mit dem Instrumentenkasten der direkten Demokratie gesammelt. Bürgerbegehren und Bürgerentscheide sind seit 20 Jahren erprobt und wurden stetig weiterentwickelt, auch Volkspetitionen, Volksbegehren und Volksentscheide sind geübte Praxis in der Stadt. Die letzte Novellierung 2012 erhöhte Rechtssicherheit und Verfahrenstransparenz und schuf neue inhaltliche und formale Konsensmöglichkeiten bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden. 2015 wurde anlässlich der Frage, ob sich Hamburg für die Austragung der Olympischen Spiele bewerben sollte, das Bürgerschafsreferendum eingeführt, um Fragen grundsätzlicher und gesamtstädtischer Bedeutung über einen Volksentscheid abstimmen zu lassen.

Wir freuen uns sehr, dass Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator der Freien und Hansestadt Hamburg, zu dem Thema "Direkte Demokratie in Hamburg - Aktueller Stand und Reformvorschläge" am Dienstag, den 7. Mai 2019, um 18:30 Uhr referieren wird.

Dr. Dressel ist langjähriger Wegbegleiter der direkten Demokratie in Hamburg. Er promovierte bereits zu dem Thema Bürgerbegehren und Bürgerentscheid in den Hamburger Bezirken. Von 2004 bis 2018 war er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und dabei zuletzt in seiner Funktion als Franktionsvorsitzender der SPD-Fraktion direkt an den Verhandlungen mit mehreren Bürgerinitiativen beteiligt. Seit März 2018 ist er Finanzsenator der Freien und Hansestadt Hamburg. Seine Bezirksaufsicht ist heute auch in Fragen von Bürgerbegehren und Bürgerentscheid gefragt und zuständig.

Unsere Mitglieder und alle Interessierten sind herzlich zum Vortrag eingeladen. Die Veranstaltung findet im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts statt. Natürlich besteht Gelegenheit zu Fragen im Rahmen der Diskussion, die anschließend in lockerem Rahmen bei einem Glas Wein fortgeführt werden kann. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auf Herz und Niere - Medizinische Fragen der Organtransplantation und rechtliche Fragen der Organspende

Organtransplantationen gehören zu den größten Meisterleistungen der modernen Medizin. Ihre Anfänge erlebten Organtransplantationen in den späten 1960ern. In den fünfzig Jahren seither hat es massive Fortschritte gegeben. Über diese Fortschritte berichtet aus erster Hand der medizinische Vortrag.

Rechtliche Fragen um Organspenden genießen aktuell besondere Aufmerksamkeit. Das Recht beginnt, sich von der noch geltenden strikten Einwilligungslösung fortzubewegen. Ein Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sieht eine doppelte Widerspruchslösung vor. Ein Gruppenvorschlag aus dem Bundestag plädiert dagegen für eine sogenannte Erklärungslösung. Der rechtliche Vortrag beleuchtet diese Entwicklungen unter besonderer Berücksichtigung ethischer und philosophischer Grundlagen.

Die Gesellschaft Hamburger Juristen freut sich sehr, dass zu dem Thema "Auf Herz und Niere - Medizinische Fragen der Organtransplantation und rechtliche Fragen der Organspende"

  • Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie und stellvertretender Leiter der Herzzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
  • Prof. Dr. Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg und seit 2012 Mitglied des deutschen Ethikrats und
  • Prof. Dr. Peter Mankowski, Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Hamburg

am Montag, den 11. Februar 2019, um 18 Uhr referieren werden.

Zu diesem Vortrag laden wir Mitglieder und Gäste sehr herzlich in den Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts ein - ebenso zum anschließenden üblichen Umtrunk. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zerrissenes Land: Was können Journalisten - und Juristen - gegen die Spaltung tun

Der Journalismus und unser Blick auf ihn haben sich in den letzten Jahren verändert. Das Bedürfnis und der Bedarf nach gut recherchierten Informationen dürften zugleich dringlicher als zuvor sein.

Aus diesem Grund freut sich die Gesellschaft Hamburger Juristen darauf, mit Giovanni di Lorenzo, dem Chefredakteur der ZEIT, eine Diskussion zum Thema "Zerrissenes Land: Was können Journalisten - und Juristen - gegen die Spaltung tun" führen zu können.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 24. Oktober 2018, um 18 Uhr im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Eine halbe Stunde vor der Veranstaltung - um 17:30 Uhr - findet die jährliche Mitgliederversammlung statt. Die Tagesordnung entnehmen Sie bitte der schriftlichen Einladung (PDF).